Oberuferer Dreikönigsspiel 2012
15. Januar:
Eine kurze Einführung:
Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spiel wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wieder entdeckt und veröffentlicht. Benannt sind sie nach dem Entdeckungsort „Oberufer“ (slowak. „Prievoz = über das Ufer“, ungar. „Fõrév“), einem bis 1918/20 zu 77 % von Deutschen und zu 18 % von Ungarn besiedelten Dorf an der gleichnamigen Donaufurt/Fährstelle. Die Ortschaft wurde 1946 in die slowakische Stadt Preßburg (Bratislava) eingemeindet.
Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, gab eine leicht modifizierte Fassung dieser Spiele heraus und regte Aufführungen an. Die Lehrer der ersten Waldorfschule führten die Präsentation für ihre Schüler ein. Sie werden alljährlich in anthroposophischen Einrichtungen um die Weihnachtszeit von Mitarbeitern und mit der jeweiligen Einrichtung verbundenen Menschen aufgeführt.
So auch in derGemeinschaft Altenschlirf:



Eine kleine Textpassage gefällig ?
Is g‘schircht heunt zu engerer größten freud und ehr;
Is sitzt vor eng dö gonzi ehrsami g‘main,
Dö will eng fleißi a wail wol hören an.
Drum stellt‘s eng um mi in ana Scheib‘n;
Den Leut‘n sollts dö wail mit singa vartreib‘n.
Ir liab‘n meni Singer, mochts frumi Aug‘n,
Daß si dö Leut recht guat erbau‘n,
Und schaut‘s, daß enga Singa is guat,
Und herzli enga Stimm‘ und Wurt.
. . .